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Sylvester-Club von 1958
Silvester - Club von 1958 PDF Drucken E-Mail

Die Eschenhäuser Mitbürger Willi Hadeler, Helmut Horstmann, Peter Horstmann, Heinz Peters und Friedrich Schmidt gründeten am 31.12.1958 im Gasthaus “Zur Windmühle” einen Verein zur Förderung der örtlichen Gemeinschaft. Die Förderung der Gemeinschaft sollte darin bestehen, dass man sich jedes Jahr zu Silvester, während des zeitlichen Rahmens von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Neujahrstag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, im damaligen Gasthaus “Zur Windmühle”, seit 1993 im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Eschenhausen, trifft. Während dieser Versammlungen sollten die jeweils örtlich bestehenden Probleme erörtert, aber auch die mehr privaten Ereignisse des Dorfes angesprochen werden. Die vorgegebenen Zeiten der beiden vorgegebenen Versammlungstage waren insofern bindend, als dass man spätestens um 16.00 Uhr bzw. 10.00 Uhr anwesend sein musste. Auch durfte die Versammlungsstätte nicht nach 18.00 Uhr bzw. 12.00 Uhr verlassen werden. Eine Anwesenheit zum Eröffnungstermin der Versammlung, auch für nur eine Minute, wurde als ausreichend anerkannt. Die Mitgliederzahl des Silvester-Clubs ist auf 14 Personen, zuzüglich einem Wirt, begrenzt. Über Neuaufnahmen wird in geheimer Abstimmung entschieden. Sollte sich ein Mitglied drei aufeinander folgende Jahre sowohl Silvester als auch Neujahr unentschuldigt nicht in der Versammlungsstätte einfinden, ist das Mitglied automatisch aus der Gemeinschaft ausgeschieden. Zur Überbrückung der Versammlungszeiten werden die anwesenden Mitglieder mit Getränken, bestehend aus einem Gemisch von Gerstensaft und Traubensaft ( Bier mit Sekt ), versorgt. Das Mischungsverhältnis wird vom jeweils Dürstenden selbst bestimmt. Zur Finanzierung der Unkosten wird eine entsprechende Umlage getätigt. Außerdem wird beim Eintritt von bestimmten Ereignissen ein Obolus in Form einer Flasche Sekt abgefordert. Der Aufruf zur Sektspende erfolgt jeweils bei folgenden Ereignissen: Unpünktlichkeit, Aufenthalt in der Versammlungsstätte nach den vorgegebenen Zeiten, Fehlen der korrekten Kleidung, ( Ausstattung mit der vereinseigenen Krawatte ), “Null”-Geburtstag im vergangenen Jahr, Verlobung im vergangenen Jahr, Hochzeit im vergangenen Jahr, Silberhochzeit im vergangenen Jahr, Goldene Hochzeit im vergangenen Jahr, Diamantene Hochzeit im vergangenen Jahr, Weitere Hochzeiten im vergangenen Jahr, Eintritt in den Ruhestand im vergangenen Jahr, Geburt eines Kindes im vergangenen Jahr, Geburt eines Enkelkindes im vergangenen Jahr, Geburt weiterer Kinder im vergangenen Jahr, Firmenjubiläum im vergangenen Jahr, Eintritt in die Gemeinschaft, Austritt aus der Gemeinschaft und Abwesenheit an einem der Versammlungstage.

Gäste sind stets herzlich willkommen und werden bereits bei der Begrüßung zu einer kleinen Spende aufgefordert. Desgleichen ergeht es weiteren Personen, die zur Abholung von Versammlungsmitgliedern die Versammlungsstätte betreten. Ereignisse, die eine Spende nach sich ziehen sind dem Schriftführer unaufgefordert zur Kenntnis zu bringen. In geselliger Runde verabschiedet man sich so vom alten Jahr und begrüßt das neue Jahr gebührend. Die Möglichkeit des gemeinsamen Gespräches während dieser beide Tage rundet das Bild geeignet ab. Ansonsten sollten die gesprochenen Wortbeiträge an diesen Tagen nicht unbedingt auf die Goldwaage gelegt werden.

Die Gründungsmitglieder gehören heute nicht mehr der Gemeinschaft an.

Helmut Horstmann, Willi Hadeler, Heinz Peters und Friedrich Schmidt sind bereits verstorben und Peter Horstmann ist aus der Gemeinschaft ausgetreten. Im Laufe der Jahre wechselten die Mitglieder. So gehörten die Mitbürger Heinfried Bolte, Erich Bredlow, Heinrich Koopmann, Friedhelm Schorling, Walter Stöver und Hubertus Thulke nur unterschiedliche Zeitabschnitte der Versammlung an. Im Jahr 1998 beteiligen sich noch folgende Mitbürger der Ortschaft Eschenhausen an der Gemeinschaft: Friedhelm Beerhorst, Friedel Bolte, Peter Cordes, Hermann Dasecke, Friedrich Lindloge, Hermann Pabelitzki, Kurt Seifert, Fritz Thomas, Albert Wendt, Ewald Windhorst und Heinrich Wortmann.